Ich wusste nicht, dass die Nacht, wenn du sie unter dem Sternenzelt auf einer Wiese liegend verbringst, und in deinem Geist, die Leben, die du geschaffen hast, schlummern, eine Stille hervorrufen kann, die das ganze Weltall umarmt. Niemand im Niemand sein. Dieser Augenblick, wenn die Träne sich aus deiner Netzhaut schleicht und, bevor sie fällt, vom Abendwind noch einmal leicht umstrichen wird. Dein Ohr in Graseshöhe sich im Netz der Käferräusche verliert – und – dein Leib sich mit der ganzen, der unfassbaren Schwerkraft so verbindet, dass nichts, aber auch nichts mehr eine Rolle spielt. Dieser Moment, in dem die Wege längst gegangen sind, die Jahre, die noch kommen, nicht mehr zählen, die werdenden Gespräche bereits in zarten Kellern lagern und alles, was dich umgeben wird, schon längst nicht mehr dem Sturm der Abwendung unterliegt. Dieses Sein, nachts, allein, älter geworden, unterm Sternenzelt, hält nur noch das Ganze aus, weil das Ganze es zum ersten Male trägt. Es ist, als falle eine Sternenschnuppe und falle nicht. Es ist, als tue man sich zum ersten Male nichts mehr an, neben der Motte, die wirbelnd zum Flug ihres Sommers ausholt. Es zählt nur noch, was nicht mehr zählt. Der Sternenhimmel fällt durch dich hindurch in seinen Sternenhimmel. Dein Dazwischen ist Nichts. Du bist Niemand in deinem Niemand. Alles ist Nichts. In einer Nacht, in der der Wind sich mit deinen Sinnen verspinnt und deine Freiheit den Kosmos annimmt. Mein Gott. Ich wusste nicht, dass ein Leben mich dir so nahe bringt.